Fünf Werkzeug-Gespräche über Umbrüche der Lebens- und Arbeitswelten in urbanen Räumen in Kooperation mit SOHO in Ottakring.

Arbeit ist ein zentraler Begriff der Menschheit, der sich im Laufe der Geschichte grundlegend gewandelt hat. Um kaum einen Begriff ranken sich so viele kontroverse Theorien, Diskussionen, Welt- und Leitbilder. Gegenwärtig befindet sich unsere Arbeitswelt in rasch fortschreitendem Wandel: Eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt immer mehr, „stabile“ Erwerbsbiografien werden brüchiger und Industriearbeit verschwindet zunehmend aus dem städtischen Alltag.

POTLUCK

Im Rahmen jedes Werkzeuggesprächs laden wir alle ein, unser kleines kulinarisches Angebot im Sinne des Potluck auch mit Schmankerln zu ergänzen. Ein Potluck hat viel mit Teilen und gegenseitiger Wertschätzung zu tun. Als einer der Ideengeber dieses Potluck wird der Potlach angesehen. Ein Fest nordamerikanischer Indigener der Pazifikküste. Bei diesem werden in ritueller Weise Geschenke verteilt und ausgeteilt. Wird freuen uns schon sehr auf die mitgebrachten kulinarischen Überraschungen. Ein gedeckter Tisch wartet darauf, gefüllt zu werden.

DOWNLOAD:
PROGRAMM – WERKZEUGGESPRÄCHE 2017 (pdf)


1. Werkzeuggespräch

Demokratie neu denken – wie geht das?
Rechtspopulismus, seine Mythen, die Rolle der Medien und die soziale Frage
DO 20.04.2017 / Beginn: 19:00
Ort: SOHO Projektwerkstatt, Rosa-Luxemburg-Gasse 9, 1160 Wien
u.a. mit Alexander Pollak (SOS Mitmensch)

2. Werkzeuggespräch
Wer kümmert sich um uns?
Über die Zukunft der „Care“ Arbeit
DO 18.05.2017 / Beginn 19:00
Ort: Waschsalon im Sandleitenhof, Liebknechtgasse 5
u.a. mit Katharina Mader (Inst. für Institutionelle & Heterodoxe Ökonomie, WU Wien)

3. Werkzeuggespräch
Migration und das Recht auf Arbeit
Über die prekären Arbeitssituationen von Migrant_innen und Asylwerber_innen
DO 08.06.2017 / Beginn 19:00
Ort: Alte Milchtrinkhalle, Kongresspark, 1160 Wien
u.a. mit Sandra Stern, basisgewerkschaftliche und antirassistische Aktivistin (UNDOK)

4. Werkzeuggespräch
Arbeit und Globalisierung
Was unser handeln weltweit bewirken kann
DO 14.09.2017 / Beginn 19:00
Ort: Alte Milchtrinkhalle, Kongresspark, 1160 Wien
u.a. mit Stefan Grasgruber-Kerl (Südwind)

5. Werkzeuggespräch
Leben und Arbeiten im Wandel
Utopien des Zusammenlebens
DO 09.11.2017 / Beginn 19:00
Ort: Altes Kino, Liebknechtgasse 32, 1160 Wien
u.a. mit Brigitte Kratzwald (Sozialwissenschaftlerin und Aktivistin mit Arbeitsschwerpunkt auf den Themen Commons und Solidarische Ökonomie)

 

MEHR ALS PUBER
GRAFFITI & TAGGING als Methoden der Stadtaneignung

 

DEBATTE & FILMVORFÜHRUNG

Wir gehen an diesem Abend der Frage nach wie es in Wien abseits vom „bekannten“ Künstler Puber, mit dem Phänomen Graffiti & Tagging aussieht.

Oft wird Graffiti/Streetart unter dem Aspekt der Aneignung öffentlichen Raums als Gegengewicht zu dessen Kommerzialisierung, etwa durch Werbung, diskutiert. Im deutschsprachigen Raum z.B. war und ist Graffiti als Teil von HipHop-Kultur stark von Jugendlichen mit Migrationserfahrungen beeinflusst.

Als Einführung zu diesem Thema zeigen wir einen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1983 der sich mit dem Thema der Subkultur HipHop und der Graffiti und Tagging Szene im New York Ende der 70er / Anfang der 80er auseinandersetzt.

Danach ein Gespräch mit Jakob Kattner & Laura Schützeneder vom Street-Art Festival „Calle Libre“ (www.callelibre.at)

DATUM: MO 26.09.16
UHRZEIT: 18:30
ORT: Salzgries 21, 1010 Wien

„Die Stadt ist schon lange nicht mehr nur eine Aneinanderreihung von Baukörpern, Architektur und Werbung, vielmehr wird sie zum öffentlichen Ausdrucksmedium von Subkulturen.
(Daniel Kalt, Dérive Heft 27, 2007 Wien)